
97. Es ist das brutto Verhältnis, das heute das durchschnittliche Gehalt eines CEO des CAC 40 von dem eines Angestellten trennt. Im Jahr 2025 dehnt sich diese Distanz weiter aus, trotz des Versprechens einer erhöhten Transparenz, das durch Artikel L. 225-37-3 des Handelsgesetzbuchs betont wird. Die Zahlen sind gefallen: Die Chefs der größten börsennotierten Unternehmen zeigen weiterhin wachsende Vergütungen, während die Debatten über ihre Legitimität in den Aufsichtsräten ebenso wie an der Theke um die Ecke entflammen.
In diesem Kontext ziehen es einige Unternehmen vor, bei den aufgeschobenen Boni Diskretion walten zu lassen und unter nebulösen Formulierungen zu verbergen, was möglicherweise verärgern könnte. Andere hingegen legen ihre Vergütungstabellen breiter offen, um der Unruhe der Aktionäre zuvorzukommen. Umweltkriterien dringen in die variable Vergütung ein, aber ihre Berechnungsmethode bleibt für den Normalbürger eine Black Box.
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Vergütungen der Führungskräfte in Frankreich: Stand der Dinge und markante Entwicklungen im Jahr 2025
Die Frage der Vergütungen der Führungskräfte in Frankreich war noch nie so lebhaft. Der letzte Jahresbericht bestätigt dies: Die Kluft zwischen den Gehältern der Chefs des CAC 40 und denen der Angestellten wächst unaufhörlich. Für 2025 überschreitet die durchschnittliche Jahresvergütung eines Geschäftsführers eines großen börsennotierten Unternehmens die Marke von 7,3 Millionen Euro, so die AMF. Ein Anstieg von 5 % innerhalb eines Jahres, getragen von der Erhöhung der variablen Boni und einer massiven Verteilung von Gratisaktien.
Im Detail stammen nun 62 % des Gesamtbetrags aus dem variablen Anteil, der an finanzielle Leistungen, aber auch an außerfinanzielle Ziele gebunden ist. Unter diesen treten die ESG-Kriterien, Umwelt, Soziales, Governance, in die Fahrpläne der Aufsichtsräte ein. Dennoch bleibt die Art und Weise, wie diese Ziele gemessen werden, undurchsichtig. In den meisten Fällen ist es unmöglich, genau zu wissen, was die Auszahlung eines Bonus validiert oder nicht.
Einige Persönlichkeiten verkörpern diese Debatten. Das Gehalt von Nicolas Dufourcq, dem Leiter von Bpifrance, wird regelmäßig als Symbol für eine neue Ära der Transparenz oder ihrer Grenzen genannt. Die Frage geht über den Betrag selbst hinaus: Sie betrifft die Legitimität solcher Summen in einem Kontext, in dem die Gesellschaft die Rolle der wirtschaftlichen Eliten und deren Privilegien hinterfragt.
Für die Unternehmenschefs außerhalb des CAC 40 bleibt der Anstieg der Gehälter moderater. Doch der Druck steigt, angeheizt durch die Medialisierung bestimmter Rekordzahlungen und die wachsende Forderung nach Regulierung seitens der Aktionäre. Das Verhältnis zwischen der durchschnittlichen Vergütung der Führungskräfte und der der Angestellten erreicht manchmal 1 zu 97: eine Kluft, die die Kontroversen nährt, während die Europäische Kommission neue Regeln zur Stärkung der Gehaltstransparenz vorantreibt.

Transparenz, Gerechtigkeit und soziale Verantwortung: Welche Erwartungen gibt es angesichts der Kontroversen über die Gehälter der Chefs?
Das Prinzip der Gehaltstransparenz setzt sich allmählich als Norm durch, unter dem Druck der Zivilgesellschaft und der neuen europäischen Regeln. Die großen französischen Unternehmen passen ihre Praktiken an: Die europäische Richtlinie zur Transparenz der Gehälter und die CSRD verändern grundlegend den Alltag der Personalabteilungen. HR-Manager und Führungskräfte stehen vor einem Dilemma: Bis zu welchem Punkt sollen die Vergütungen der Führungskräfte offengelegt werden? Wie kann man Informationspflicht, Respekt vor der Privatsphäre und die wachsenden Anforderungen der Aktionäre in Einklang bringen?
Hinter diesen Entscheidungen steht eine Realität: Die Gehaltsungleichheiten bestehen weiterhin. Der Unterschied zwischen dem Gehalt der Chefs und dem der Angestellten nährt weiterhin das Misstrauen. Die Erwartungen ändern sich: Die soziale Verantwortung wird ebenso entscheidend wie die Rentabilität. Die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Erstellung von Berichten, die von der CSRD gefordert werden, der direkte Druck der Europäischen Union, all dies zwingt die Unternehmen dazu, ihre Vergütungsstrategien für Führungskräfte zu überdenken.
Hier sind einige Forderungen, die regelmäßig in den Gesprächen zwischen Gewerkschaften, Aktionären und Unternehmensleitungen auftauchen:
- Die Veröffentlichung des Verhältnisses zwischen den Gehältern der Chefs und denen der Angestellten des Unternehmens, die seit langem von den Arbeitnehmervertretern gefordert wird.
- Die ernsthafte Bewertung der außerfinanziellen Kriterien, um den Boni, die den Führungskräften zugewiesen werden, Sinn und Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Heute geht die Transparenz über die bloße Offenlegung einer Zahl in einem Jahresbericht hinaus. Sie erfordert, dass die Relevanz der hohen Gehälter gerechtfertigt, erklärt und verantwortet wird. Angesichts des Misstrauens bewegen sich die französischen Unternehmen auf einem schmalen Grat zwischen sozialen Erwartungen und zunehmend strengen regulatorischen Anforderungen. Es bleibt abzuwarten, wer morgen die Grenze zwischen legitimer Vergütung und nicht verteidigbarem Übermaß ziehen wird und wie die Gesellschaft, die Angestellten und die Aktionäre die Frage aufgreifen werden.